Gesamtsicht (textuell)

Daten unter verschiedenen Systemen auszutauschen, ja gar zu synchronisieren, gehört zu den komplexeren Themenbereichen der Informatik. Durch die zunehmende Vernetzung im Schweizerischen Gesundheitswesen besteht zunehmend der Bedarf Daten zwischen den einzelnen Gesundheitsorganisationen auszutauschen. Dieses Bedürfnis ist nicht grundsätzlich neu, denn bereits in anfangs 2000 kam dieses Thema auf. Die Softwarehersteller nahmen sich dem Anliegen des Marktes an und lösten die jeweiligen Problemstellungen projektweise.  Durch dieses Vorgehen entstanden im Laufe der Zeit unzählige Datenaustauschschnittstellen und Datenkonverter, welche in der Lage sind Daten aufzunehmen und diese für ein entsprechendes System aufzubereiten.

Das Problem liegt nun im uneinheitlichen Datenformat, sowohl strukturell wie inhaltlich. Konkret bedeutet dies, dass es im schweizerischen Gesundheitswesen keinen breit akzeptierten und angewandten Datenaustauschstandard gibt. Durch diese Inexistenz werden die Kosten auf Seiten der Softwarehersteller substantiell getrieben, was sich letzten Endes auf die Produktpreise für den Endverbraucher auswirkt.

Mit dem SMEEX - Ansatz wird das Ziel verfolgt, ein einheitliches Datenaustauschformat für das schweizerische Gesundheitswesen bereitzustellen. D.h. Datenstruktur wie Dateninhalt sollen definiert werden, wobei durch generische Ansätze die Erweiterbarkeit der Datenstruktur gewährleistet werden soll. Mittels eines Software-Frameworks soll die applikatorische Integration des SMEEX-Standards vereinfacht werden. Es geht bei diesem Ansatz also nicht darum bereits bestehende Datenformate zu verdrängen, sondern diese umfassend zu integrieren.

Der SMEEX-Ansatz repräsentiert die Summe aller im schweizerischen Gesundheitswesen vorhandenen Daten.